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Sonderausstellungen

Wernigerode – Halberstadt. Johann Lorenz Benzler, Bibliothekar im Hause Stolberg-Wernigerode, und der Gleim-Kreis

Wernigerode – Halberstadt. Johann Lorenz Benzler, Bibliothekar im Hause Stolberg-Wernigerode, und der Gleim-Kreis
Vom 09.03.2017 bis zum 05.06.2017
Eröffnung: 08.03.2017 - 19:30 Uhr

In seiner neuen Sonderausstellung befasst sich das Gleimhaus mit dem kulturellen Austausch zwischen Wernigerode und Halberstadt. Anlass ist der 200. Todestag des Herausgebers, Übersetzers und Bibliothekars Johann Lorenz Benzler (1747-1817).
Die Ausstellung führt in das Leben des heute weitgehend unbekannten Benzler ein und macht darüber hinaus die wechselseitigen Verbindungen mit Gleim, seinem Halberstäder Dichterkreis und der gräflichen Familie zu Stolberg-Wernigerode deutlich, die sich vor allem in der Briefkultur des 18. Jahrhunderts und in Porträts des Gleim‘schen Freundschaftstempels widerspiegeln.
Die Ausstellung mit dem Titel „Wernigerode – Halberstadt. Johann Lorenz Benzler, Bibliothekar im Hause Stolberg-Wernigerode, und der Gleim-Kreis“ wird am 8.3.2017 um 19.30 Uhr im Rahmen der Reihe „Geist und Muse bei Gleim“ eröffnet und ist bis zum Pfingstmontag zu sehen.
Der aus Lemgo stammende Benzler begann zwar 1767 ein Studium in Leipzig, musste dieses aber aufgrund seiner Seh- und Hörschwäche abbrechen und sah sich im Laufe seines Lebens der Schwierigkeit ausgesetzt, für sich und seine wachsende Familie einen angemessenen Lebensunterhalt zu verdienen. Er übernahm verschiedene Tätigkeiten: So war er Herausgeber der „Lippischen Intelligenzblätter“, betätigte sich als Hessischer Postmeister in Lemgo und übersetzte vor allem englische und französische Literatur ins Deutsche. Im Januar 1768 besuchte Johann Lorenz Benzler den Dichter und Domsekretär Gleim in seinem Freundschaftstempel in Halberstadt erstmalig. Daraufhin begann eine enge Freundschaft, die trotz eines Altersunterschiedes von fast 30 Jahren, bis zu Gleims Tod im Jahr 1803 währte. Dokumentiert ist diese freundschaftliche Beziehung in einer etwa 250 Briefe umfassenden Korrespondenz, die größtenteils im Gleimhaus überliefert ist. Die beiden pflegten nicht nur untereinander einen regen Austausch, sondern ein gemeinsames Beziehungsnetz im nord -und mitteldeutschen Raum und auch nach Zürich. Gleims Kreis pflegte zudem engen Kontakt zu Christian Friedrich Graf zu Stolberg-Wernigerode. So wurde Benzler durch das Anraten Gleims im Jahr 1783 gräflicher Bibliothekar und die Verbindung intensivierte sich.
Die Ausstellung wurde von der Halberstädter Germanistin Claudia Brandt erarbeitet und zeigt Objekte aus dem Bestand des Gleimhauses, aber auch Leihgaben aus öffentlichen Sammlungen in Wernigerode, Lemgo, Detmold und Roßleben. Zur Ausstellung wird ein breit angelegtes Veranstaltungsprogramm angeboten.

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