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Lichtzeichen
Glasgestaltung von Hans-Georg und Birk-Andreas Losert

12.10.2014 - 18.01.2015

Neues Leben für alte Bücher. Restaurierungspatenschaften im Gleimhaus

25.01.2015 - 08.08.2015

Das Gemeinschaftsatelier von Hans-Georg und Birk-Andreas Losert in Halberstadt führt die große Tradition der Glaskunst in der Domstadt und eine über hundertjährige Firmengeschichte fort. Vater und Sohn Losert sind mit der Restaurierung und mit Neuschöpfungen von Bildfenstern und Fensterbildern in der Stadt, in der Region und weit darüber hinaus wirksam.

 

Die beiden Künstler vereinen in sich alle Dimensionen ihrer Kunst: vom Entwurf über die Ausführung bis hin zur Lehre und zur Industrie, technologisches wie auch historisches Wissen. Ihre Formensprache ist geschult an der mittelalterlichen Glasmalerei wie auch am Jugendstil, der zweiten Blütephase dieser Kunstgattung. Dabei ist sie doch beweglich genug, sich auch im Ungegenständlichen auszudrücken oder Ornamentiken etwa für ein Chemiewerk oder ein Geldinstitut zu entwickeln, die an Molekülstrukturen beziehungsweise an Münzgeld in seinem Umlauf erinnern. Das Bleinetz ist von hohem dekorativem und expressivem Wert und in die verschiedenen Elemente wandelbar; es wird zu Wellen, Wolken, Strahlen oder auch zu einem Kräftefeld.

In der Ausstellung werden die Originale ergänzt durch Fotografien von Werken der vergangenen Jahrzehnte, die ortsfest, zerstört oder zerstreut sind, darunter bedeutende Monumentalwerke. Breiten Raum nehmen in der Ausstellung freie Glasbilder in zumeist klassischer Blei-Mosaikverglasung ein, die sinnbildhaft Themen um Mensch und Kosmos gestalten und mit ihrer volltönenden und doch fein abgestuften, festlichen Farbigkeit begeistern. Den Mittelpunkt der Schau bildet ein großes Tryptichon, das Hans Georg Losert eigens zu diesem Anlass für das Foyer des Gleimhauses geschaffen hat: Gleims Freundschaften.

Die Schau steht im Rahmen des Ausstellungsprojekts „zeitgleich – zeitzeichen 2014“ des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien, Frau Prof. Monika Grütters MdB.