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Der Brocken Von der Entdeckung des "Blocksberges" bis zum Harztourismus Ausstellung im Gleimhaus Halberstadt 3.12.2005 bis 26.2.2006
Eröffnung: Freitag, 2.12.2005 um 16.00 Uhr,
Der Brocken, mit circa 1141 Metern höchster Berg Norddeutschlands,
hat als einzigartiges Naturmonument, aber auch als sagenumwobener
"Blocksberg" durch die Jahrhunderte die Menschen fasziniert.
Nach ersten Besteigungen vor allem aus Forscherinteresse seit
der Renaissance ist es besonders das 18. Jahrhundert,
in dem sich die Besuche und die Berichte über dieses Erlebnis mehren.
Bequemere Aufstiegsmöglichkeiten und erste Bebauungen durch die Grafen zu
Stolberg-Wernigerode taten ein Übriges. 1760 begab sich auch Johann Wilhelm
Ludwig Gleim auf den Brocken, erneut 1769 als Begleiter von Graf Heinrich Ernst zu
Stolberg-Wernigerode. Gleim zählt damit unter den Dichtern zu den frühen
Brockenbesuchern, zahlreiche Schriftsteller sollten folgen. Goethe, Eichendorff,
Heine, Andersen, Löns und viele andere haben dem Berg literarische Denkmäler gesetzt
und das Interesse am Harz befördert. Ein florierender Grafikmarkt entwickelte sich
parallel und ermöglichte ästhetische Gipfelerlebnisse nun auch im Tal. Im späten
19. Jahrhunderts erhöhte sich die Zahl der Bergbesteigungen beträchtlich,
ein Vorgang, der von neuen Bildformen wie zum Beispiel der Postkarte begleitet wurde.
Die touristische Anziehungskraft des Brocken ist bis in die Gegenwart ungebrochen.
Die Ausstellung im Gleimhaus zeichnet in Streiflichtern die Entwicklung der
Brockenbesteigungen nach. Nicht zuletzt, da Gleim in seinem lyrischen Werk augenzwinkernd den "Blocksberg"
anspricht, wird das besondere Verhältnis der Aufklärung zu Aberglauben und Hexenwahn dargestellt. Die Grafiken, Bücher und Handschriften aus dem Besitz des
Gleimhauses werden ergänzt durch wichtige Blätter aus der Sammlung des Städtischen
Museums Halberstadt. Als private Leihgeber konnten Karl-Heinz Anger (Wernigerode) und
Günter Focke (Halberstadt) gewonnen werden.
Über unser museumspädagogisches Programm zum Thema "Hexenwelt - Von Aberglauben bis Zauberbuch" informieren wir Sie gern! Das Ausstellungsprojekt wird unterstützt durch das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halberstadt.
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