Die Themen dieser Ausgabe:

AUSSTELLUNG
VERANSTALTUNGEN
AKTUELLES
AUSBLICK

Newsletter des Gleimhauses Halberstadt 9-2014


Liebe Freundinnen und Freunde des Gleimhauses, sehr geehrte Damen und Herren,


im September geht unsere Ausstellung „Diese Sprache der Liebe“ zum 200. Todestag von Johann Georg Jacobi zu Ende. Dann wird das neu erworbene Porträt Jacobis, das bislang noch in der Sonderausstellung zu sehen ist, seinen Platz im Freundschaftstempel zur Rechten Gleims einnehmen. Wir freuen uns bereits auf die offizielle Übergabe des Gemäldes am 18. September.

 

 


AUSSTELLUNG

„Diese Sprache der Liebe“. Ausstellung zum 200. Todestag von Johann Georg Jacobi (bis 21. September)
Der Dichter und Publizist Johann Georg Jacobi (1740-1814) war seit den späten 1760er Jahren einer der engsten Freunde Gleims. Dieser verschaffte dem jüngeren Freund 1769 ein Kanonikat, um ihn nach Halberstadt zu ziehen. Mit Gleim, Wilhelm Heinse und einigen hiesigen Dichtern bildete Jacobi hier den ‚Halberstädter Dichterkreis‘. Die „Briefe der Herren Gleim und Jacobi“, die Jacobi selbst veröffentlicht hat, sind das Paradebeispiel eines empfindsamen Briefwechsels der anakreontischen Freundschaftskultur. Kaum zählbar sind die Küsse und Umarmungen, die brieflich gewechselt werden. Amor, Musen, Grazien und Nymphen sind hier allgegenwärtig. In ihrem Überschwang wurde diese Briefausgabe zwiespältig aufgenommen. Die Ausstellung des Gleimhauses betrachtet diesen Briefwechsel auch als ‚literarisches Projekt‘. Die beiden Freunde entwickelten ein reizvolles Rollenspiel in einer arkadischen Welt, und dies auf sprachlich originelle Weise.

 

 


VERANSTALTUNGEN

Do., 4. Sept., 19.30 Uhr │ „Diese Sprache der Liebe“. Ausstellung zum 200. Todestag von Johann Georg Jacobi
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung mit Dr. Ute Pott.

Mi., 10. Sept., 19.30 Uhr │ Neuer Familienkundlicher Abend: Johann Georg Jacobi – vom Halberstädter zum oberrheinischen Dichterkreis. Vortrag und Lesung
Jacobi wurde, nachdem er 1774 Halberstadt verlassen und zehn Jahre in seiner Heimat Düsseldorf zugebracht hatte, als erster Protestant an die katholische Universität in Freiburg/Breisgau berufen. Der Freiburger Germanist und ausgewiesene Jacobi-Experte Prof. Dr. Achim Aurnhammer geht mit Unterstützung durch seinen Kollegen Clemens Kleijn der Frage nach Jacobis Stellenwert in der Literaturgeschichte nach und untersucht dessen Leben nach der Zeit der intensiven Förderung durch Gleim.

Do., 18. Sept. 19.30 Uhr │ Hofabend bei Gleim: Die Porträts des Johann Georg Jacobi mit offizieller Übergabe des Jacobi-Porträts
Das Porträt Johann Georg Jacobis von einem bislang unbekannten Maler, das mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt, der Kulturstiftung der Länder und zahlreicher privater Förderer aus Berliner Privatbesitz erworben werden konnte, ist die bedeutendste Bereicherung der Sammlungen des Gleimhauses seit vielen Jahren. Zur Übergabe haben Kultusminister Stephan Dorgerloh und Dr. Stephanie Tasch von der Kulturstiftung der Länder ihr Kommen zugesagt. Wir hoffen auf den Besuch auch vieler der privaten Spender. Dr. Reimar Lacher wird das neu erworbene Porträt Jacobis im Zusammenhang mit den übrigen Bildnissen des Dichters vorstellen.

Sa., 20. Sept., 18.00 Uhr │ „Wir spielten mit Entwürfen, nach Halberstadt zu ziehn …“ – Die Freundschaft zwischen Gleim und Johann Heinrich Voß
Der Leiter der Eutiner Landesbibliothek Dr. Frank Baudach und die Direktorin des Gleimhauses Dr. Ute Pott stellen die Freundschaft der beiden ungleichen Freunde vor. Deutlich wird, wie sehr Gleim und Voß einander schätzten, voneinander profitierten und wie geschickt sie immer wieder auch Konflikten aus dem Weg gingen. Der Vortrag mit Lesung steht im Rahmen der Jahrestagung der Johann-Heinrich-Voß-Gesellschaft, die in diesem Jahr im Gleimhaus stattfindet. Der Eintritt ist frei.

So., 21. Sept., 11.15 Uhr │ Prof. Dr. Hans-Joachim Kertscher: Johann Georg Jacobi und seine Verbindungen zu Halle
Zur Finissage der Jacobi-Ausstellung beschäftigt sich Hans-Joachim Kertscher (Prof. em. an der Universität Halle-Wittenberg), der profunde Kenner der literarischen und geselligen Verhältnisse in Halle im 18. Jahrhunderts, mit Jacobis Jahren in Halle. Wie Jacobi an Gleim wiederholt schrieb, war er in Halle nicht glücklich (aus diesem Grund verschaffte Gleim seinem jüngeren Freund ja auch ein Kanonikat und eine Wohnung in Halberstadt). Was hat ihn in Halle gestört, was hat ihm aber auch gefallen? Welche Rolle spielte dabei der berühmt-berüchtigte Christian Adolf Klotz? Diesen Fragen geht Kertscher nach und entwirft ein kleines Panorama Halles im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts. Der Eintritt ist frei; anschließend an den Vortrag ist der Besuch der Ausstellung möglich.

 

 


AKTUELLES



Johann Heinrich Rode nach Christian Bernhard Rode: „Denckmaal des unsterblichen Autors“, Spottblatt auf Christlob Mylius, 1754, Sign. Ca9904

Am 1. September hat Marie Manteufel aus Derenburg, die zuvor das Abitur am Gymnasium Martineum in Halberstadt absolviert hat, ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege im Gleimhaus begonnen. Wir freuen uns über ihre Unterstützung.
Wieder können wir eine reizende kleine Akquisition für die Grafiksammlung melden: Noch lange bevor das erste Dichterstandbild in Deutschland errichtet wurde, stellte der Berliner Johann Heinrich Rode in einer Radierung nach einer Zeichnung seines Bruders Christian Bernhard Rode den Schriftsteller und Kritiker Christlob Mylius, einen Vetter und Compagnon Lessings, in der Pose eines barocken Herrschers auf einen Sockel, der allerdings nicht aus Marmor, Bronze oder Granit besteht, sondern aus mächtigen Folianten, und an dem ein Knabe seine Notdurft verrichtet. „Denckmaal des unsterblichen Autors“ ist das Spottblatt betitelt, das Mylius wie auch die von Lessing herausgegebene Sammlung seiner Werke karikiert.

 

 


AUSBLICK

Am 12. Oktober öffnet im Gleimhaus als eine weitere Werkschau eines Halberstädter Künstlers der Gegenwart die Ausstellung „Lichtzeichen. Glasgestaltung von Hans-Georg und Birk-Andreas Losert“. Die Schau steht im Rahmen des Ausstellungsprojekts „zeitgleich – zeitzeichen 2014“ des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien, Frau Prof. Monika Grütters MdB. Am Samstag, dem 18. Oktober trifft sich der „Förderkreis Gleimhaus e. V.“ zu seiner Jahreshauptversammlung.

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Besuchen Sie uns bald einmal wieder!

Mit freundlichen Grüßen

Das Gleimhaus-Kollegium


Herausgeber:
GLEIMHAUS
Museum der deutschen Aufklärung
in Trägerschaft des Förderkreises Gleimhaus e.V.


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38820 Halberstadt
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