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Gleim-Literaturpreis

Der Preis wurde durch den Förderkreis Gleimhaus e.V. in Verbindung mit der Stadt Halberstadt auf der Basis einer privaten Spende ins Leben gerufen. Mit dem Preis werden seit 1995 im zweijährigen Abstand deutschsprachige Forschungsarbeiten ausgezeichnet, die einen bedeutenden Beitrag zur Erschließung der Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts leisten und die so verfasst sein sollten, dass sie auch ein größeres Publikum erreichen. Das ausgezeichnete Werk muss in den letzten fünf Jahren vor der Preisverleihung erschienen sein. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Der Preis wird finanziell unterstützt durch die Harzsparkasse Halberstadt, das Kuratorium Stadtkultur Halberstadt und der C. H. Beck Stiftung München.

 

Jury

Prof. Dr. Alexander Kosenina, Universität Hannover

Dr. Mark Lehmstedt, Leipzig

Dr. Angela Steidele, Köln

Dr. Beatrix Langner, Berlin

Dr. Ute Pott, Gleimhaus Halberstadt


Prof. Dr. Jürgen Goldstein, Universität Koblenz-Landau


Gleim-Literaturpreis 2017 für Volker Hagedorn
Den Gleim-Literaturpreis 2017 erhält der Musikjournalist und Musiker Volker Hagedorn (geb. 1961). Er wird ausgezeichnet für sein im Rowohlt-Verlag 2016 erschienenes Buch „Bachs Welt. Die Familiengeschichte eines Genies“.
Der Preis, den der Trägerverein des Gleimhauses gemeinsam mit der Stadt Halberstadt seit 1995 alle zwei Jahre verleiht, zeichnet wissenschaftliche oder essayistische Werke aus, die einen besonderen Beitrag zur Erschließung der Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts leisten. Der Preis ist mit 5.000,- € dotiert. Die Preisverleihung erfolgt am 20. Oktober 2017. Frühere Preisträger waren u. a. H. D. Kittsteiner, Günter de Bruyn, Gudrun Gersmann, Martin Geck, Beatrix Langner, Angela Steidele und Jürgen Goldstein.
In seinem Buch nimmt Volker Hagedorn die Leser mit auf seine Recherche nach der familiären, sozialgeschichtlichen und musikhistorischen Vorgeschichte des Ausnahmemusikers Johann Sebastian Bach. Hagedorns spannend erzählte Geschichte, die vom 17. in das 18. Jahrhundert sowie in unsere Gegenwart führt, macht zum einen das weit gespannte Netz der Bach-Familie vor dem ‚großen‘ Bach deutlich und dokumentiert zum zweiten den Weg des Forschers, der sich aus konkreter objektiver Überlieferung, vermuteten Fakten, vergleichbaren historischen Phänomenen, Hinweisen anderer Wissenschaftler und Suchender sein eigenes, geprüftes Bild der Vergangenheit machen muss. Die Jury bewertet neben neuen Erkenntnissen vor allem das erzählerische Verfahren als außerordentlich.

Preisträger

2015
Jürgen Goldstein für sein Buch „Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt“, erschienen 2015 im Verlag Matthes & Seitz Berlin.

2013
Beatrix Langner (Berlin) für ihr im C. H. Beck Verlag erschienenes Buch "Jean Paul. Meister der zweiten Welt. Eine Biographie" München

2011
Philipp Blom (Wien) für sein im Hanser Verlag erschienenes Werk
"Böse Philosophen. Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung"
München 2010

2009
Mark-Georg Dehrmann (Hannover) für sein im Wallstein Verlag erschienenes Werk
"Das 'Orakel der Deisten' Shaftesbury und die deutsche Aufklärung."
Göttingen 2008

2007
Günther de Bruyn (Berlin) für sein im S. Fischer Verlag erschienenes Werk
"Als Poesie gut. Schicksale aus Berlins Kunstepoche 1786 bis 1807."
Frankfurt am Main 2006

2005
Angela Steidele (Köln) für Ihr im Böhlau Verlag erschienenes Werk
"In Männerkleidern. Das verwegene Leben der Catharina Margaretha Linck alias Anastasius Lagrantinus Rosenstengel, hingerichtet 1721."
Biographie und Dokumentation

2003
Christoph Schulte (Potsdam) für seine im Beck-Verlag erschienene Studie
"Die jüdische Aufklärung. Philosophie, Religion, Geschichte"

2001
Martin Geck (Dortmund) für seine im Rowohlt-Verlag erschienene Monographie
"Bach, Leben und Werk"

1999
Jürgen Osterhammel (Konstanz) für seine im Beck-Verlag publizierte Arbeit
"Die Entzauberung Asiens, Europa und die asiatischen Reiche im 18. Jahrhundert"

1997
Gudrun Gersmann für ihre im Klett-Cotta erschienene Dissertation
"Im Schatten der Bastille. Die Welt der Schriftsteller, Kolporteure und Buchhändler am Vorabend der Französischen Revolution"

1995
H. D. Kittsteiner für seine im Suhrkamp Verlag erschienene Studie
"Die Entstehung des modernen Gewissens"