Sonderausstellung: Olaf Wegewitz - Klopstockquelle | Eröffnung: 21.5.2006 um 11.15 Uhr im Gleimhaus mit anschließender Möglichkeit zur Busfahrt Richtung Aspenstedt, kleiner Wanderung mit Lesung (Volker Willy Tanke, Leipzig) und anschließendem Imbiss In Aspenstedt, unweit von Halberstadt, befindet sich mit der Einfassung der Klopstockquelle ein gebautes Freundschaftsdenkmal, das noch heute die Erinnerung an das freundschaftlich-gesellige Leben im 18. Jahrhundert wach hält. Johann Wilhelm Ludwig Gleim ließ es zwischen 1798 und 1802 zur Erinnerung an Friedrich Gottlieb Klopstock setzen. Die beiden Jugendfreunde hatten 1750 auf einem ihrer Streifzüge durch die Natur am Quellgewölbe Rast gemacht und sich mit den Eimern der Dorfmädchen eine übermütige Wasserschlacht geliefert. Gleim war es im Alter ein Anliegen, dass die Nachwelt nicht nur in Versen, sondern auch in Stein gemeißelt von der Besonderheit dieser Stätte erführe: KLOPSTOCK HAT AUS DIESER QUELLE GETRUNKEN. ZUM ANDENKEN VON GLEIM. Öffentliche Denkmäler unterliegen im Laufe der Zeit einem wechselhaften Schicksal. Der in Huy-Neinstedt lebende Künstler Olaf Wegewitz (Jg. 1949) hat es sich zum Ziel gesetzt, das sensible Natur- und Kunstwerk Klopstockquelle als Wanderziel der befreundeten Dichter neu ins Bewusstsein zu bringen. Das Museum Gleimhaus, die Wegstrecke in der Natur und die Klopstockquelle selbst bilden dabei gemeinsam den Raum, in dem Olaf Wegewitz seine Arbeit präsentiert. Diese umfasst neben Skizzen und Notizen vor allem Literaturauszüge auf verschiedenen Trägermaterialien für unterschiedliche Plätze. Dem in Zusammenarbeit mit dem Gleimhaus und der Gemeinde Aspenstedt realisierten Projekt von Olaf Wegewitz ist ein einführender Ausstellungsteil zum Aspekt Wasserkunst im 18. Jahrhundert aus den Beständen im Gleimhaus vorangestellt. Die Präsentation steht im Kontext des kulturellen Themenjahres "Gartenträume" der durch das Land Sachsen-Anhalt geförderten Initiative "Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert". Sie wird begleitet durch ein vielseitiges Programm, wozu neben gemeinsamen Erwanderungen in Gegenwart des Künstlers auch ein Hofabend zum Thema "Wasserkunst im 18. Jahrhundert" am 15.6.2006 und ein museumspädagogisches Angebot unter dem Motto "Märchenbrunnen" gehört. |
| Dr. Doris Schumacher | |
| Gleimhaus | |
| Literaturmuseum und Forschungsstätte | Tel. 03941/6871-0 |
| Domplatz 31 | Fax 03941/6871-40 |
| 38820 Halberstadt | E-Mail gleimhaus@halberstadt.de |
| Öffnungszeiten: | Nov.-April: Di-Fr 9.00 - 16.00 Uhr, Sa/So 10.00 - 16.00 Uhr | Mai-Okt.: Di-Fr 9.00 - 17.00 Uhr, Sa/So 10.00 - 16.00 Uhr |