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Anna Louisa Karsch

Sie war eine der außergewöhnlichsten und schillerndsten Dichterinnen ihrer Zeit. Anna Louisa Karsch (1722-1791) wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, war Rinderhirtin und Magd und wurde zur gefeierten Dichterin! Dreißig Jahre lang war sie mit Johann Wilhelm Ludwig Gleim befreundet, der es sich zur Aufgabe machte, Gedichte und Briefe seiner Freundin zu sammeln. Liebes- und Freundschaftstexte, Bittschreiben und herrliche Erzählungen in Briefen, Gelegenheitsdichtung und literarische Arbeiten in unterschiedlichen Tonlagen haben sich erhalten.

Die Ausstellung im Gleimhaus Halberstadt aus Anlass ihres 300. Geburtstages beleuchtet Leben und Werk der Karschin. Deutlich wird, dass die Dichterin ihre ‚Entdeckung‘ selbst vorbereitet hatte und dass es ihr gelungen ist, bis ans Ende ihres Lebens im Gespräch zu bleiben. In der Ausstellung werden wichtige Aspekte ihrer Dichtung und ihres Briefschreibens näher beleuchtet. Hierbei erfahren die »Tränentexte«, ihre Endreimgedichte und ihre Briefe eine neue Bewertung.

Zur Ausstellung erscheint, herausgegeben von Claudia Brandt und Ute Pott, ein Band mit Briefen und Gedichten von Karsch in der Schriftenreihe des Gleimhauses im Wallstein Verlag Göttingen. In ebendieser Reihe wird auch der Begleitband zur Ausstellung publiziert, der Aufsätze versammelt, in denen bekannte Texte der Dichterin neu gelesen und unbekannte erstmalig interpretiert werden. Weitere Beiträge liefern neue Erkenntnisse zum (auch internationalen) Erfolg der Dichterin. Zur Ausstellung wird ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm geboten.

Faltblatt zur Ausstellung

Die Ausstellung und die Publikationen werden gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie vom Land Sachsen-Anhalt. 

Angebote der Museumspädagogik zur Sonderausstellung