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Sonderausstellungen

Alexander Kluge - Halberstädter Brennpunkte .

Vom 10.11.2019 bis zum 09.04.2020

Im Rahmen des Projekts „Alexander Kluge – Die Macht der Musik. Die Oper: Tempel der Ernsthaftigkeit“ zeigen das Nordharzer Städtebundtheater, das Berend Lehmann Museum und das Gleimhaus Werke von Alexander Kluge in Bildschirmpräsentationen. 

Halberstädter Friedensfenster

Vom 04.04.2020 bis zum 09.04.2020

Die Ausstellung wird verschoben.

Halberstädter Friedensfenster – Am 8. April 1945 wurde Halberstadt innerhalb einer halben Stunde mit fast 600 Tonnen Bombenlast zu etwa 82 Prozent zerstört. „Halberstadt brennt“, dieser Satz hat sich in die Erinnerung der Stadt eingeschrieben – und auch in die Biografie eines ihrer berühmtesten Söhne: Alexander Kluge überlebte als 13-Jähriger nur knapp. Seitdem schreibt und filmt der Halberstädter Ehrenbürger, vielfach prämierte Autor und begeisternde Erzähler beharrlich an gegen die Gewalten menschlicher Kälte.

Zum 75. Jahrestag des verheerenden Bombardements gestaltet er in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Katharina Grosse, Georg Baselitz oder Martin Wuttke einen „Frühling mit weißen Fahnen“. Denn auch dies bedeutet das Jahr 2020: ein Dreivierteljahrhundert Friedenszeit. Mit filmischen Projektionen, künstlerischen Installationen und musikalischen Interventionen widmet sich Kluge im Rahmen des Ausstellungsprojekts „Die Macht der Musik“ in den „Halberstädter Friedensfenstern“ insbesondere der poetischen Idee eines anderen, eines glücklichen Ausgangs – nicht zuletzt für seine Geburtsstadt. Die Ausstellung ist im Gebäude Westendorf 26 (ehem. Landeszentralbank) zu sehen und wird durch Veranstaltungen im Gleimhaus begleitet.

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"... ein rühmlich bekannter Kupferstecher". Ludwig Buchhorn (1770-1856) - Halberstadt, Dessau, Berlin

Vom 16.05.2020 bis zum 23.08.2020
Eintritt: 7€, erm. 5€

Die Ausstellung wird verschoben.

Der Kupferstecher und Zeichner Ludwig Buchhorn wurde vor 250 Jahren in Halberstadt geboren. Das Gleimhaus in Halberstadt widmet ihm vom 19. April bis zum 19. Juli 2020 eine breit angelegte Sonderausstellung, in der erstmals Hauptwerke aus allen Bereichen seines Schaffens präsentiert werden.
Buchhorn zählt zu den bedeutendsten Künstlern, die im 18./19. Jahrhundert aus dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt kamen bzw. hier tätig waren.
Die Ausstellung stellt Buchhorn als feinfühligen Porträtisten mit Sinn für die Eigentümlichkeiten seiner Porträtgestalten, als flotten Zeichner und als Druckgrafiker von bemerkenswerter Vielseitigkeit und Virtuosität vor. Breiten Raum nimmt auch das Lebensthema des Künstlers, die Darstellung von Bettlerkindern ein. Sein Werk spiegelt eine ereignisreiche Zeit tiefgreifender Umbrüche. Über 100 Zeichnungen, Grafiken und ein Gemälde Buchhorns werden in der Sonderausstellung versammelt sein, davon 30 Leihgaben von Museen und privaten Sammlungen in Berlin, Dessau, Magdeburg, Nürnberg und Köln. So steuert die Berliner Gemäldegalerie ein Freundschaftsporträt von der Hand Adolph Schöners bei, der auch Gleim porträtierte und viel für dessen Freundschaftstempel malte; es zeigt Buchhorn in jungen Jahren und ist wohl in Halberstadt entstanden. Die Anna-Amalia-Bibliothek-Weimar stellt ein Stammbuch zur Verfügung, das Ausstellungskuratorin Dr. Iris Berndt als Stammbuch Buchhorns identifizieren konnte.
Auf die Vermittlung des Dichters, Domsekretärs und Netzwerkers Johann Wilhelm Ludwig Gleim bezog Buchhorn ein Stipendium des Halberstädter Domstifts, das ihm das Studium an der Berliner Kunstakademie ermöglichte. Nach seiner Ausbildung
und Jahren an dem anspruchsvollen Dessauer Kunstverlag „Calcographische Gesellschaft“ gelang ihm eine glänzende Karriere an der Berliner Kunstakademie. Zunächst wurde er Professor, später übernahm er die Leitung der Kupferstecherschule innerhalb der Akademie und führte sie zur Blüte. Seiner Vaterstadt hielt er zeitlebens die Treue, porträtierte Halberstädter und vermachte dem Magistrat eine umfangreiche Stiftung zur Unterstützung von angehenden Künstlern.
In Halberstadt wurde nach ihm zwar eine Straße benannt, er ist aber weitgehend unbekannt geblieben. Die Präsentation lädt zur Entdeckung des Künstlers ein. Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiges Begleitbuch mit Werkverzeichnis, herausgegeben von Iris Berndt. Weitere Präsentationen und Vorträge dazu sind in Berlin und Halberstadt geplant.
Die Ausstellung wurde gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und wird gezeigt in Kooperation mit dem Stadtmuseum Berlin.

Die Sonderausstellung wird verschoben.

 

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