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Archiv Veranstaltungen

Geist und Muse bei Gleim: Lesung mit Danilo Pockrandt und Reiner Bonack. Veranstaltung im Rahmen der Lesereihe des Kulturwerks deutscher Schriftsteller Sachsen-Anhalt: Zwischen Stille und Sturm. Moderation: Renate Sattler

08.09.2021 - 19:30 Uhr

„Heut Nacht begann der blaue Fisch zu sprechen“ - Lesung im Gleimhaus Die September Veranstaltung der Reihe „Geist und Muse bei Gleim“ findet wieder einmal in Kooperation mit dem Kulturwerk deutscher Schriftsteller statt. Am Mittwoch, 8.9. um 19.30 Uhr kommen die beiden Autoren Danilo Pockrandt und Reiner Bonack zu einer Lesung ins Literaturmuseum. Der Titel der Veranstaltung ist: „Heut Nacht begann der blaue Fisch zu sprechen“. Dreißig Jahre Unterschied trennt die beiden Autoren, doch es verbindet sie, dass sie – oft humorvoll – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene schreiben. Danilo Pockrandt, der jüngere, ist Buchkünstler, Illustrator und Lyriker. Er hat 2008 sein Diplom in den Bildenden Künsten im Fachbereich Buchkunst an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design, Halle (Saale) erworben und ist seit 2011 freiberuflich tätig. 2020 erschien der Lyrikband „Das Meer klingt wie tausend Chipstüten beim Abendprogramm“ (zus. mit Vera Kattler). Danilo Pockrandt wird nicht nur lesen, sondern auch Illustrationen (phantastische Tierwesen) präsentieren. Rainer Bonack studierte am Institut für Literatur Johannes R. Becker in Leipzig und veröffentlichte zahlreiche Bücher mit Lyrik und Prosa für Erwachsene sowie verschiedene Kinderbücher. Sein Buch „Heut Nacht begann der blaue Fisch zu sprechen. Gedichte für Kinder und ihre Erwachsenen“ erschien 2020. Die Veranstaltung wird moderiert von der Magdeburger Autorin Renate Sattler. Die Lesung ist Teil der Kulturwerk-Lesereihe „Zwischen Stille und Sturm“. Es musizieren Fabiana, Nepomuk und Friedemann Kranz. Um Anmeldung wird gebeten.

Eintritt: frei

Hofabend bei Gleim: Anica Steinbart: „Dorothea Milde – Krise und Kunst“

19.08.2021 - 19:30 Uhr

Noch ist die Expressionistin Dorothea Milde ein absoluter Geheimtipp. Anica Steinbart hat sich im Rahmen ihres Freiwilligen sozialen Jahrs schon jetzt eingehend mit der in Quedlinburg tätigen Grafikerin beschäftigt und so berichtet sie beim Hofabend über das Jahr 1920. In diesem Jahr hatte sich die Künstlerin von ihrer Dienstpflicht als Lehrerin befreien lassen, um sich in einem Wander- und Urlaubsjahr ganz ihrer Kunst zu widmen, durchlebte aber zugleich schwere seelische Krisen. Das Programm ist vor Ort und digital auf Zoom zu erleben. Wir bitten um Anmeldung unter gleimhaus@halberstadt.de bzw. 03941 68 71 0.

Eintritt: frei

Lesung mit Julia Siebenschuh und Arnold Hofheinz (Nordharzer Städtebundtheater

13.08.2021 - 18:30 Uhr

Am Freitag, 13. August 2021 um 18:30 Uhr findet im Rahmen der Karsch-Tagung im Gleimhaus eine öffentliche Lesung statt. Julia Siebenschuh und Arnold Hofheinz (beide Nordharzer Städtebundtheater) lesen Texte von und über Anna Louisa Karsch. Hierbei sind auch wenig bekannte Verse und Briefe zu hören. Eine besondere Rolle spielen Beschreibungen von Theaterbesuchen, die die Dichterin Karsch an ihren Freund Gleim geschickt hat. Aber auch Liebe und Freundschaft sowie die Frage nach der staatlichen Unterstützung von Dichtern bleiben nicht unerwähnt. Der Vortrag ist vor Ort und digital auf Zoom zu erleben. Wie bitten um Anmeldung unter gleimhaus@halberstadt.de bzw. 03941 68 71 0.

Eintritt: frei

Karsch-Tagung: Anna Louisa Karsch: Werke – Netzwerke – Öffentlichkeiten

12.08.2021 - 14:00 Uhr

Im Dezember 2022 jährt sich der Geburtstag der Dichterin und Gleim-Freundin Anna Louisa Karsch zum 300. Mal. Karsch ist eine der faszinierendsten Autorinnen ihrer Zeit, die ein umfangreiches literarisches und briefliches Werk hinterlassen hat. Das Gleimhaus bereitet aus Anlass des 300. Geburtstages ein umfangreiches Jubiläumsprogramm mit Ausstellung, Veranstaltungen und Publikationen vor. In Vorbereitung des Geburtstages findet in diesem Sommer eine Karsch-Tagung im Gleimhaus statt. Vom 12. bis zum 14. August 2021 treffen sich Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland, um sich zu Karsch, ihrem Leben, ihrem Werk und ihrer Wirkung auszutauschen. „Anna Louisa Karsch. Werke – Netzwerke – Öffentlichkeiten“ lautet der Tagungstitel. Zu neuen Fragen in Bezug auf das Werk von Karsch sprechen Ulrike Leuschner (Darmstadt), Nikolas Immer (Trier), May Mergenthaler (Columbus OH/Bonn), Inka Kording (Heilbronn), Maria Düfert (Hannover), Julia Gerlof (Berlin) sowie die Herausgeberin der Briefe zwischen Karsch und Gleim, die Berliner Germanistin Regina Nörtemann (Berlin). Der Kunsthistoriker des Gleimhauses, Reimar F. Lacher stellt die Geschichte der Porträts von Karsch vor. Karschs Kontakte zu literarischen Netzwerken und ihr aktives Kontakteknüpfen untersuchen Maximilian Bach (Freiburg/Br.), Thomas Assinger (Salzburg) sowie Claudia Brandt (Halberstadt). Fragen zur Editionsgeschichte der Werke von Karsch nehmen folgende Wissenschaftler*innen näher in den Blick: Erika Thomalla (Berlin), Tobias Heinrich (Kent), Corinna Dziudzia (Eichstätt-Ingolstadt) und Anke Jaspers (Graz). Der wissenschaftliche Austausch wird organisiert von Nacim Ghanbari und Annika Hildebrandt (beide Universität Siegen) sowie Ute Pott vom Gleimhaus. Die Ergebnisse werden 2022 veröffentlicht. Die Tagung findet hybrid statt. Gäste sind im digitalen Raum willkommen. Um Anmeldung per email wird gebeten, Sie erhalten dann einen Link zur Tagung.

Geist und Muse bei Gleim: "Zu gut für eine Frau!" Cornelia Naumann liest aus ihrem Roman "Die Portraitmalerin" über das aufregende Leben der Anna Dorothea Therbusch. Dazu spielt Jens Herrmann Cello.

11.08.2021 - 19:30 Uhr

Zum 300. Geburtstag der Malerin Anna Dorothea Therbusch (1721-1782) liest die Münchner Autorin Cornelia Naumann am 11. August 2021 um 19.30 Uhr im Gleimhaus Halberstadt aus ihrem Roman „Die Portrait-Malerin“ über das aufregende Leben der Künstlerin. Begleitet wird sie von dem Cellisten Jens Herrmann mit Musik der Epoche. Anna Dorothea war eine bemerkenswerte Frau. Sie war die Tochter des Hofmalers Georg Lisiewski und außerordentlich begabt, doch war es für ein Mädchen alles andere als naheliegend, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Wie ihre Geschwister wurde sie vom Vater unterrichtet, heiratete dann aber den Gastwirt Ernst Friedrich Therbusch. Auf ihre Karriere konnte sie sich erst konzentrieren, nachdem ihre fünf Kinder aus dem Gröbsten raus waren. Bald konnte sie mit Porträtaufträgen das Einkommen der großen Familie aufbessern. Aber erst nachdem sie Mitglied der königlichen Akademie Paris wurde, und ihr Ruhm sie durch ganz Europa führte, wurde sie auch in ihrer Heimat als Künstlerin anerkannt. Die Spezialität der Autorin Cornelia Naumann sind interessante Frauen der Geschichte. Anna Dorothea Therbusch ist nicht die einzige Figur, der sie einen historischen Roman gewidmet hat. In diesem kommt übrigens die Therbusch zu einem Plausch mit der fast gleichaltrigen Berliner Dichterin Anna Louisa Karsch zusammen, deren 300. Geburtstag im nächsten Jahr im Gleimhaus gefeiert wird und der sich bereits jetzt Thema einer wissenschaftlichen Tagung im Gleimhaus (12.-14.8.2021) widmet. Der Vortrag ist vor Ort und digital auf Zoom zu erleben. Wie bitten um Anmeldung unter gleimhaus@halberstadt.de bzw. 03941 68 71 0.

Eintritt: frei