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Archiv Veranstaltungen

Karsch-Tagung: Anna Louisa Karsch: Werke – Netzwerke – Öffentlichkeiten

12.08.2021 - 14:00 Uhr

Im Dezember 2022 jährt sich der Geburtstag der Dichterin und Gleim-Freundin Anna Louisa Karsch zum 300. Mal. Karsch ist eine der faszinierendsten Autorinnen ihrer Zeit, die ein umfangreiches literarisches und briefliches Werk hinterlassen hat. Das Gleimhaus bereitet aus Anlass des 300. Geburtstages ein umfangreiches Jubiläumsprogramm mit Ausstellung, Veranstaltungen und Publikationen vor. In Vorbereitung des Geburtstages findet in diesem Sommer eine Karsch-Tagung im Gleimhaus statt. Vom 12. bis zum 14. August 2021 treffen sich Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland, um sich zu Karsch, ihrem Leben, ihrem Werk und ihrer Wirkung auszutauschen. „Anna Louisa Karsch. Werke – Netzwerke – Öffentlichkeiten“ lautet der Tagungstitel. Zu neuen Fragen in Bezug auf das Werk von Karsch sprechen Ulrike Leuschner (Darmstadt), Nikolas Immer (Trier), May Mergenthaler (Columbus OH/Bonn), Inka Kording (Heilbronn), Maria Düfert (Hannover), Julia Gerlof (Berlin) sowie die Herausgeberin der Briefe zwischen Karsch und Gleim, die Berliner Germanistin Regina Nörtemann (Berlin). Der Kunsthistoriker des Gleimhauses, Reimar F. Lacher stellt die Geschichte der Porträts von Karsch vor. Karschs Kontakte zu literarischen Netzwerken und ihr aktives Kontakteknüpfen untersuchen Maximilian Bach (Freiburg/Br.), Thomas Assinger (Salzburg) sowie Claudia Brandt (Halberstadt). Fragen zur Editionsgeschichte der Werke von Karsch nehmen folgende Wissenschaftler*innen näher in den Blick: Erika Thomalla (Berlin), Tobias Heinrich (Kent), Corinna Dziudzia (Eichstätt-Ingolstadt) und Anke Jaspers (Graz). Der wissenschaftliche Austausch wird organisiert von Nacim Ghanbari und Annika Hildebrandt (beide Universität Siegen) sowie Ute Pott vom Gleimhaus. Die Ergebnisse werden 2022 veröffentlicht. Die Tagung findet hybrid statt. Gäste sind im digitalen Raum willkommen. Um Anmeldung per email wird gebeten, Sie erhalten dann einen Link zur Tagung.

Geist und Muse bei Gleim: "Zu gut für eine Frau!" Cornelia Naumann liest aus ihrem Roman "Die Portraitmalerin" über das aufregende Leben der Anna Dorothea Therbusch. Dazu spielt Jens Herrmann Cello.

11.08.2021 - 19:30 Uhr

Zum 300. Geburtstag der Malerin Anna Dorothea Therbusch (1721-1782) liest die Münchner Autorin Cornelia Naumann am 11. August 2021 um 19.30 Uhr im Gleimhaus Halberstadt aus ihrem Roman „Die Portrait-Malerin“ über das aufregende Leben der Künstlerin. Begleitet wird sie von dem Cellisten Jens Herrmann mit Musik der Epoche. Anna Dorothea war eine bemerkenswerte Frau. Sie war die Tochter des Hofmalers Georg Lisiewski und außerordentlich begabt, doch war es für ein Mädchen alles andere als naheliegend, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Wie ihre Geschwister wurde sie vom Vater unterrichtet, heiratete dann aber den Gastwirt Ernst Friedrich Therbusch. Auf ihre Karriere konnte sie sich erst konzentrieren, nachdem ihre fünf Kinder aus dem Gröbsten raus waren. Bald konnte sie mit Porträtaufträgen das Einkommen der großen Familie aufbessern. Aber erst nachdem sie Mitglied der königlichen Akademie Paris wurde, und ihr Ruhm sie durch ganz Europa führte, wurde sie auch in ihrer Heimat als Künstlerin anerkannt. Die Spezialität der Autorin Cornelia Naumann sind interessante Frauen der Geschichte. Anna Dorothea Therbusch ist nicht die einzige Figur, der sie einen historischen Roman gewidmet hat. In diesem kommt übrigens die Therbusch zu einem Plausch mit der fast gleichaltrigen Berliner Dichterin Anna Louisa Karsch zusammen, deren 300. Geburtstag im nächsten Jahr im Gleimhaus gefeiert wird und der sich bereits jetzt Thema einer wissenschaftlichen Tagung im Gleimhaus (12.-14.8.2021) widmet. Der Vortrag ist vor Ort und digital auf Zoom zu erleben. Wie bitten um Anmeldung unter gleimhaus@halberstadt.de bzw. 03941 68 71 0.

Eintritt: frei

Finissage zur Ausstellung: „… ein rühmlich bekannter Kupferstecher“. Ludwig Buchhorn (1770-1856) – Halberstadt, Dessau, Berlin

08.08.2021 - 11:15 Uhr

Druckwerkstatt zum Ende der Buchhorn-Ausstellung im Gleimhaus. Ludwig Buchhorn war ein begnadeter Druckgrafiker. Er beherrschte viele verschiedene Techniken. Zum Abschluss der Sonderausstellung im Gleimhaus können sich die Besucher am Sonntag, dem 8. August 2021, selbst in der Technik der Radierung probieren. Der Maler und Grafiker Sven Großkreutz aus Halle baut im Gleimhaus eine kleine Druckerwerkstatt auf und unterstützt die Besucher bei der Bearbeitung und beim Druck einer eigenen Platte. Gelegenheit zur kreativen Betätigung besteht von 11.15 Uhr bis 16.00 Uhr. Zugleich bietet sich an diesem Tag die letzte Gelegenheit zu einem Rundgang durch die Ausstellung zum Werk Ludwig Buchhorns. Der Künstler wurde in Halberstadt geboren, hat an der Berliner Kunstakademie studiert, war anschließend einige Zeit in Dessau tätig, bevor ihm in Berlin eine respektable Karriere gelang. Eines der Hauptmotive seiner Kunst waren Bettlerkinder. Auch die epochalen Ereignisse seiner Zeit haben sich in seinem Werk niedergeschlagen, insbesondere die napoleonischen Kriege. Die Ausstellung zeigt Zeichnungen und Druckgrafiken aus den Beständen des Gleimhauses sowie Leihgaben aus Halberstadt, Dessau, Magdeburg, Nürnberg, Berlin, Weimar und Köln.

Hofabend bei Gleim: Dr. Ute Pott: Dichtende Landleute – ein interessantes Phänomen, nicht nur für Ludwig Buchhorn

15.07.2021 - 19:30 Uhr

Hofabend bei Gleim: Dichtende Landleute – ein interessantes Phänomen, nicht nur für Ludwig Buchhorn In der aktuellen Sonderausstellung über den Künstler Buchhorn sind Porträtdarstellungen der dichtenden Landleute David Claus und Gottlieb Hiller ausgestellt. Dass Menschen aus dem einfachen Volk zur Feder griffen und literarische Werke verfassten, faszinierte die Zeitgenossen – auch den Freundeskreis um Johann Wilhelm Ludwig Gleim. Seine Sammlungen weisen einige Spuren von solchen Schreibern und auch von Schreiberinnen auf. Dr. Ute Pott stellt neben Claus und Hiller auch die aus der Nähe von Halberstadt stammende Dichterin Maria Catharina Dippe vor und kommt hierbei auch auf Gleims langjährige Freundin Anna Louisa Karsch zu sprechen. Der Vortrag ist vor Ort und digital auf Zoom zu erleben. Wie bitten um Anmeldung unter gleimhaus@halberstadt.de bzw. 03941 68 71 0.

Eintritt: frei

Geist und Muse bei Gleim: Dr. Christian Juranek: Unvorgreifliche Gedanken zum Thema Umbrüche. Insbesondere am Beispiel des 19. Jahrhunderts

14.07.2021 - 19:30 Uhr

Geist und Muse bei Gleim: Immer wieder Wandel. Das Zeitalter des Zeichners und Kupferstechers Ludwig Buchhorn erlebte ganz entscheidende Wendemarken: Französische Revolution 1789, Napoleonische Kriege, Neuordnung Europas ab 1815. In besonderer Weise von politischen, gesellschaftlichen und ökologischen Veränderungen betroffen ist auch die heutige Zeit. Im Rahmen der Buchhorn-Ausstellung trägt Dr. Christian Juranek, Geschäftsführer der Schloß Wernigerode GmbH, am Mittwoch, dem 14. Juli, um 19.30 Uhr im Gleimhaus "Unvorgreifliche Überlegungen zum Thema Wandel" vor. Der Vortrag will deutlich machen, wie sich in früheren Zeiten der Wandel erfahrbar gemacht hat, wie die damals lebenden Personen den Wandel aufgenommen haben und dass das Bewusstsein für Wandel auch historisch gewachsen ist. Zu Beginn des Vortrags gibt es eine kleine Einführung in das Zeitdenken in der Geschichte. Anhand von verschiedenen Personen, teilweise bekannteren (z.B. Goethe), teilweise sehr unbekannten (Julius von Unger) sollen Zeugnisse für den Wandel vorgeführt werden. Dabei sollen im Vortrag vor allem Selbstzeugnisse von Menschen aus der Zeit von ca. 1780 bis 1880 zu Gehör gebracht und natürlich auch analysiert werden. Lichtbilder werden das Thema anschaulicher machen. Deutlich ist, dass das, was heute als Epochenumbruch erscheint, den früher Lebenden nicht unbedingt in gleichem Maße als ein solcher erschienen ist. Der Vortrag ist vor Ort und digital auf Zoom zu erleben. Wie bitten um Anmeldung unter gleimhaus@halberstadt.de bzw. 03941 68 71 0.

Eintritt: frei