A  A+  A++                

Sonderausstellungen

"DenkRäume - aufklärung.mit.machen". Eine kommunikative Ausstellung zu Fragen unserer Zeit.

Vom 27.10.2019 bis zum 02.04.2020
Eröffnung: 26.10.2019 - 15:00 Uhr

Am 26. Oktober eröffnete im Gleimhaus die Präsentation „DenkRäume – aufklärung.mit.machen“. Eine kommunikative Ausstellung zu Fragen unserer Zeit“. Sie bildet den Abschluss des Jubiläumsprogramms zum 300. Geburtstag Gleims. Dort werden die bisher im Projekt „aufklärung.mit.machen“ geführten Debatten aufgezeigt und fortgesetzt. Es handelt sich nicht um eine Ausstellung im herkömmlichen Sinn, in der Objekte der Kunst, der Natur, der Technik gezeigt werden oder geschichtliche oder kulturelle Erkenntnisse präsentiert werden. „DenkRäume“ will nichts zu Ende Gedachtes präsentieren, sondern zum Mitmachen, sprich Mitdenken einladen.

Unsere Zeit ist einem rasanten Wandel unterworfen. Globalisierung, Technisierung, Digitalisierung, Umweltverschmutzung, Klimawandel und Völkerwanderungen stellen Politik und Gesellschaft vor Herausforderungen. Die Schau stellt Fragen in einem Spannungsfeld zwischen Würde und Toleranz, Wissen und Urteilsfähigkeit und Zukunft mitten in den Raum, um sie von allen Seiten zu beleuchten. Skulpturen, Installationen, Lyrik sowie Klang- und Videokunst von Künstlern der Region und darüber hinaus erweitern die Sichtweisen.

Alexander Kluge - Halberstädter Brennpunkte .

Vom 10.11.2019 bis zum 09.04.2020

 

"... ein rühmlich bekannter Kupferstecher". Ludwig Buchhorn (1770-1856) - Halberstadt, Dessau, Berlin

Vom 16.05.2020 bis zum 23.08.2020
Eintritt: 7€, erm. 5€

Der Kupferstecher und Zeichner Ludwig Buchhorn wurde vor 250 Jahren in Halberstadt geboren. Das Gleimhaus in Halberstadt widmet ihm vom 19. April bis zum 19. Juli 2020 eine breit angelegte Sonderausstellung, in der erstmals Hauptwerke aus allen Bereichen seines Schaffens präsentiert werden.
Buchhorn zählt zu den bedeutendsten Künstlern, die im 18./19. Jahrhundert aus dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt kamen bzw. hier tätig waren.
Die Ausstellung stellt Buchhorn als feinfühligen Porträtisten mit Sinn für die Eigentümlichkeiten seiner Porträtgestalten, als flotten Zeichner und als Druckgrafiker von bemerkenswerter Vielseitigkeit und Virtuosität vor. Breiten Raum nimmt auch das Lebensthema des Künstlers, die Darstellung von Bettlerkindern ein. Sein Werk spiegelt eine ereignisreiche Zeit tiefgreifender Umbrüche. Über 100 Zeichnungen, Grafiken und ein Gemälde Buchhorns werden in der Sonderausstellung versammelt sein, davon 30 Leihgaben von Museen und privaten Sammlungen in Berlin, Dessau, Magdeburg, Nürnberg und Köln. So steuert die Berliner Gemäldegalerie ein Freundschaftsporträt von der Hand Adolph Schöners bei, der auch Gleim porträtierte und viel für dessen Freundschaftstempel malte; es zeigt Buchhorn in jungen Jahren und ist wohl in Halberstadt entstanden. Die Anna-Amalia-Bibliothek-Weimar stellt ein Stammbuch zur Verfügung, das Ausstellungskuratorin Dr. Iris Berndt als Stammbuch Buchhorns identifizieren konnte.
Auf die Vermittlung des Dichters, Domsekretärs und Netzwerkers Johann Wilhelm Ludwig Gleim bezog Buchhorn ein Stipendium des Halberstädter Domstifts, das ihm das Studium an der Berliner Kunstakademie ermöglichte. Nach seiner Ausbildung
und Jahren an dem anspruchsvollen Dessauer Kunstverlag „Calcographische Gesellschaft“ gelang ihm eine glänzende Karriere an der Berliner Kunstakademie. Zunächst wurde er Professor, später übernahm er die Leitung der Kupferstecherschule innerhalb der Akademie und führte sie zur Blüte. Seiner Vaterstadt hielt er zeitlebens die Treue, porträtierte Halberstädter und vermachte dem Magistrat eine umfangreiche Stiftung zur Unterstützung von angehenden Künstlern.
In Halberstadt wurde nach ihm zwar eine Straße benannt, er ist aber weitgehend unbekannt geblieben. Die Präsentation lädt zur Entdeckung des Künstlers ein. Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiges Begleitbuch mit Werkverzeichnis, herausgegeben von Iris Berndt. Weitere Präsentationen und Vorträge dazu sind in Berlin und Halberstadt geplant.
Die Ausstellung wurde gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und wird gezeigt in Kooperation mit dem Stadtmuseum Berlin.

 

weitere Informationen