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Das Gleimhaus hat geöffnet

Seit dem Internationalen Museumstag, Sonntag, dem 17. Mai, hat das Gleimhaus von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 16:00 Uhr seine Türen für Besucher geöffnet. Unter Einhaltung von Hygieneregeln, d. h. bis max. 3 Personen pro Etage gleichzeitig und mit Mund- und Nasenschutz, können die Museumsräume und Gleims Freundschaftstempel betrachtet werden. Der Kinderraum bleibt leider noch geschlossen. Gruppenangebote im Ausstellungsbereich sowie im Seminarraum (Führungen, museumspädagogische Veranstaltungen) können für eine Gruppe bis max. 10 Personen stattfinden. Veranstaltungen im Foyer des Gleimhauses sind für bis zu 25 Personen möglich.

Zusätzlich einschränkend finden derzeit Baumaßnahmen im Gleimhaus statt. Dies führt zu einer Veränderung und teilweisen Reduzierung der Ausstellung. Aus diesem Grund erheben wir ab dem 29. Juli nur einen reduzierten Eintritt (5,-€/3,-). Die Präsentation zu den „Gesundheitswünschen aus dem Gleim-Kreis“ kann nur noch eingeschränkt gezeigt werden.

Aktuelles

Landesliteraturtage "Begegnungen"

Die diesjährigen Landesliteraturtage finden vom 10.10. bis 18.10.2020 unter dem Titel „Begegnungen“ statt. 30 Jahre deutsche Einheit/30 Jahre Sachsen-Anhalt – das ist der historische Hintergrund für die Titelwahl.

Die 30 öffentlichen Veranstaltungen finden landesweit statt, einige Veranstaltungen in ehemaligen Grenzregionen, im Harz und entlang des Grünen Bandes. Zu erleben sind Autorinnen und Autoren aus Sachsen-Anhalt und aus anderen Bundesländern etwa in Ilsenburg, Quedlinburg, Ballenstedt, Marienborn, Halle oder Weißenfels. Oft sind es Duo-Lesungen von Schreibkollegen, die miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch kommen.

Es geht nicht nur um deutsch-deutsche Begegnungen, sondern es wird ganz allgemein nach Trennung und Zusammenkommen, Kooperation und Voneinander-Lernen gefragt. Welche spezifisch literarische Antwort haben Autorinnen und Autoren auf Fragen nach Trennung und Begegnung? Gerade die letzten Monate mit der Corona-Pandemie haben den Wert zwischenmenschlicher Begegnungen in ganz neuem Licht erscheinen lassen.

 

GLEIMHAUS

Museum der deutschen Aufklärung

Das Gleimhaus ist eines der ältesten deutschen Literaturmuseen, eingerichtet im Jahr 1862 im ehemaligen Wohnhaus des Dichters und Sammlers Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) am Halberstädter Dom. Es beherbergt den Nachlass Gleims mit seinen drei "B": Bilder, Bücher und Briefe.

Gleim, ein Genie der Freundschaft, war mit vielen der bedeutendsten Schriftsteller seiner Zeit befreundet und versammelte sie in Bildnissen an seinen Wänden. So trug er die größte Porträtgalerie großer Geister des 18. Jahrhunderts zusammen, seinen sogenannten „Freundschaftstempel“. Lessing, Klopstock, Herder, Jean Paul, Anna Louisa Karsch, Elisa von der Recke und viele andere blicken den Besucher an. Die Atmosphäre dieser Räume ist einzigartig. Daneben baute Gleim eine umfangreiche Bibliothek und eine bedeutende Handschriftensammlung auf. In diesem Zusammenspiel von Bildern, Büchern und Briefen ist Gleims Nachlass ein einmaliges kulturgeschichtliches Dokument des Zeitalters der Aufklärung mit seiner Freundschaftskultur. Schon Goethe war von den Sammlungen begeistert.

Das Gleimhaus wird im Blaubuch der Bundesregierung neben neunzehn weiteren Institutionen in den Neuen Bundesländern als "Kultureller Gedächtnisort mit besonderer nationaler Bedeutung" geführt.