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Dorothea Milde

Dorothea Milde wurde 1887 in Breslau geboren und studierte an der dortigen Kunstakademie. 1908 legte sie das Examen ab und wurde 1910 Zeichenlehrerin an der "Höheren Töchterschule" in Quedlinburg. Während des Schuldienstes bildete sie sich durch Ferienkurse weiter; 1914 ließ sie sich für den Besuch der Weimarer Kunstschule einige Monate beurlauben. Wegen zunehmender Schwerhörigkeit wurde sie 1929 pensioniert und widmete sich seitdem verstärkt der Kunst sowie auch der Hundezucht.

Ihren künstlerischen Nachlass vermachte sie dem Gleimhaus, mit dessen Direktor Dr. Carl Becker sie befreundet war. Neben rund 500 grafischen und druckgrafischen Blättern ist umfangreiches Schriftgut vorhanden.

Dorothea Milde wurde gelegentlich als zweite Käthe Kollwitz bezeichnet. Sie stand in regem Kontakt mit Künstlern der Worpsweder Künstlerkolonie. Ihr Schaffen ist von einer überaus expressiven Formensprache bei häufig delikater Farbigkeit. Ihre bevorzugte Technik war der Holzschnitt. Motivisch dominieren Architektur- und Landschaftsdarstellungen; Quedlinburg und der Harz mit seinem Vorland treten in ihrer Bildwelt hervor.

Recherche in Nachlass Dorothea Milde

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