
Johann Wilhelm Ludwig Gleim war ein freundschaftlich bestens vernetzter und vielseitig interessierter Mensch. Er lebte in der spannenden Zeit der Europäischen Aufklärung, in der Bildung für alle, Toleranz und Menschenrechte drängende Themen waren – und es bis heute immer noch sind. Gleim schwebte eine „Schule der Humanität“ vor. Seine Sammlungen (Briefe, Bücher, Bilder) bestimmte er deshalb zu Lebzeiten zum Nutzen für die Nachwelt. Das Gleimhaus bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für einen kurzweiligen und erlebnisreichen Besuch und viele Aktivitäten.

Familienraum
Hier könnt ihr verweilen, gemütlich auf den Stufen eines Podestes sitzen, lesen, Hörgeschichten lauschen, spielen oder Kleidung und Kopfbedeckungen, die der Mode des 18. Jahrhunderts nachempfunden sind, anprobieren.
Es besteht auch die Möglichkeit, einen Scherenschnitt herzustellen. Dazu wendet ihr euch bitte an die Mitarbeiter des Gleimhauses.
Du findest in der ganzen Ausstellung interaktive Stationen, wie zum Beispiel Geheimfächer im kleinen Raum des Freundschaftstempels. Immer, wenn etwas gelb ist, gehört es zur Ebene der Kindervermittlung.
Hörführung
Louise, die muntere Großnichte Gleims, führt dich durch das Haus. Sie lebt hier schon lange und kennt jeden Winkel. Louise erzählt dir von den Menschen, die ihr wichtig sind
Eine Audioführung für Kinder, abrufbar durch einen QR-Code, kostenlos mit dem eigenen Smartphone.
Entdecker-Heft
Mit dem Entdecker-Heft kannst du in deinem Tempo durch das Gleimhaus gehen und Aufgaben lösen. Dafür solltest du schon lesen können oder dir einen „Assistenten“ suchen.
Als Outdoor-Projekt
Die übergroßen Bilder in den Spiegelsbergen zeigen Menschen aus dem 18. Jahrhundert, also zur Zeit des Dichters Gleim. Damals machten sich viele kluge Köpfe Gedanken über ein kindgemäßes Aufwachsen.
Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Min. Teilnehmerzahl: 8 Personen, Max. Teilnehmerzahl 15 Personen
Dauer: ca. 1 Stunde
Kosten: Für die Kinder frei, für Erwachsene 5 € / Person
Tipp: Bringen Sie doch ein Picknick mit und suchen sich nach der Führung ein lauschiges Plätzchen dafür.
Ansprechpartnerin: Susanne Wiermann
E-Mail: gleimhaus.wiermann@halberstadt.de
Tel.: 03941 6871-0

An dieser Stelle veröffentlichen wir neue, für Sie relevante Informationen und Aussendungen zu museumspädagogischen Angeboten bei Sonderausstellungen. Ferner werden Sie hier informiert, wenn es Weiterbildungen für Sie im Gleimhaus gibt. Gern nehmen wir auch Ihre Anregungen für eine Weiterbildung auf.
Beratung zu:
Einladung zur Weiterbildung “Neues im Gleimhaus”
Sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer,
auch in diesem 2. Schulhalbjahr und vorausschauend für das ganze Jahr 2026 lohnt sich ein Besuch mit Ihrer Klasse oder Ihrem Kollegium im Gleimhaus.
Seit der Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Oktober 24 haben sich einige Fachschaften im Gleimhaus getroffen, um die neuen Möglichkeiten der Vermittlung von Gleims Leben und der spannenden Epoche der Aufklärung kennenzulernen. Dieses Gratis-Angebot können Sie gern – nach Absprache – weiterhin nutzen.
Ebenfalls neu in der Planung ist ab Herbst ein Angebot für Sie als Lehrkräfte zum Deutsch-Abiturthema: „Literatur um 1800“.
Literatur um 1800. Von der Aufklärung zur Romantik – Kontext, Personen, Werke
Die Fortbildung führt in den Epochenumbruch um 1800 ein, stellt historische und literarische Entwicklungen vor und präsentiert ausgewählte Protagonisten und Protagonistinnen der Romantik (u.a. Bettine von Arnim) am außerschulischen Lernort Gleimhaus. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Freundschafts- und Geselligkeitskultur ab 1750 sowie die Entwicklung der Briefkultur gelegt.
Vermittelt wird eine Unterrichtssequenz mit Rundgang durch das Haus, mit Originalobjekten (Bücher, Porträts und Originalhandschriften z.B. von Lessing und August Wilhelm Schlegel) und einem kreativen Praxisangebot.
In Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung in Sachsen-Anhalt (LISA).
Auf der Homepage (www.gleimhaus.de) finden Sie unter „Die Angebote - Kinder/Jugendliche“ entsprechende Vorschläge zu den jeweiligen Altersgruppen und Schulformen.
Alle Gesprächsrundgänge im Gleimhaus sowie die jeweiligen Empfehlungen für Praxiselemente orientieren sich in Ansprache, Inhalt und Dauer an der Zielgruppe.
Das Outdoor-Projekt „Gleim in den Spiegelsbergen“
ist befristet bis Ende Oktober 2026 ebenfalls buchbar:
Dieses Projekt eignet sich für kleinere Gruppen (ca. 14 TN).
Folgende Sonderausstellungen präsentiert das Gleimhaus 2026:
Vom 9. März bis zum 16. April geht es um Buchpatenschaften, die aufwändige Restaurierungen ermöglichen.
Vom 9. Mai bis 21. Juni wird eine Ausstellung des Halberstädters Alexander Kluge gezeigt.
Vom 27. Juni bis 26. Juli hängt im Gleimhaus eine literarische Fotoausstellung auf Seumes Spuren nach Syrakus, vom gebürtigen Leipziger Autor und Fotografen Eric Pawlitzky.
Vom 15. August bis 15. November läuft die große Sonderausstellung: „Sitten, Satire, Aufklärung. Kalenderkupfer“ von Daniel Chodowiecki“ über den berühmten Illustrator des 18. Jahrhunderts.
Zu allen pädagogischen Anfragen, den Praxiselementen oder zu individuell/inklusiv zugeschnittenen Lerneinheiten berät Sie
Susanne Wiermann
E-Mail: gleimhaus.wiermann@halberstadt.de
Tel.: 03941 6871-0
Das Gleimhaus-Team freut sich auf Ihren Besuch!
Last but not least:
Ein wunderbares Projekt des Gleimhauses, nämlich der Gleimhaus-Literaturpreis für Schülerinnen und Schüler (ab 5. Klasse) des Landkreises Harz, fand bedauerlicherweise (KI-bedingt) sein Ende. Nach der 30., sehr erfolgreichen Preisverleihung in 2025 prüft das Team des Gleimhauses nun neue Formate.

Interaktiver Gesprächsrundgang (Dauer: ca. 45 min): inklusive Anprobe von Kopfbedeckungen des 18. Jahrhunderts. Thematische Schwerpunkte nach Absprache. Alternativ ist auch ein Rundgang durch die jeweilige Sonderausstellung möglich. Ab 8. Klasse: Den Freundschaftstempel anhand von Zitaten Gleims und seiner Freunde kennenlernen. Dazu kommt die Zeit des Praxiselements.
Praxiselemente und Materialkosten:
Aufklärung interaktiv. Statements und Biografien kluger Menschen des 18. Jahrhunderts. Partnerarbeit. Differenziert für 9., 10. und 11. Klasse. Keine Kosten
Literarisches Rollenspiel (ohne Gewandung): Gleim.net analog: Wer ist wer? Kommunizieren mit Briefen und Zirkularen. 4 Stunden. Ab 9. Klasse (5 €/Person)
In den Bäumen des Landschaftsparks Spiegelsberge hängen übergroße Bilder von bedeutsamen Menschen, die vor rund 300 Jahren lebten. Bei einem Spaziergang zu der Installation werden natur- und kulturpädagogische Elemente vergnüglich gemixt.
Für max. 14 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Kostenfrei

Maßgeschneiderte Angebote für Sie und Ihre Gruppe: Wir entwickeln gern individuelle, auf Sie und Ihre Gruppe zugeschnittene Angebote.
Angebot für ältere Menschen mit Einschränkungen: Ausgewählte Themen und Objekte kennenlernen. Auch in Kombination mit einer Kaffeetafel.
Angebote für Seheingeschränkte Menschen: Deskriptiver Audioguide durch die Dauerausstellung.
Tastführung nach Feierabend: In einer kleinen Gruppe ausgewählte Objekte und Materialien kennenlernen.
Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten: Texte und Audioguide in Einfacher Sprache. Ausgewählte Themen und Objekte kennenlernen.
Angebot für Menschen mit Höreinschränkungen: Ausgewählte Themen in kleinen Gruppen, mit gutem Blickkontakt.
Angebote auf Anfrage. Ansprechpartnerin: Susanne Wiermann
E-Mail: gleimhaus.wiermann@halberstadt.de
Tel.: 03941 6871-0
Kommen Sie zu den Öffnungszeiten gern ins Foyer des Gleimhauses, wo Sie sich ausruhen, verabreden, einen Kaffee trinken und/oder in der Tauschbörse Bücher finden/abgeben können.
Termine für öffentliche Führungen, bei denen Sie nur den Eintritt bezahlen, entnehmen Sie bitte der Homepage unter Der Besuch - Veranstaltungen.
Sie können auch eine Führung für Gruppen durch die Dauerausstellung und/oder die Sonderausstellung buchen.



Der Rundgang dauert 1 bis 1,5 Stunden / Kosten: 30 € Führungsgebühr zzgl. Eintritt für Gruppenbesucher 5 €, ideale Gruppengröße max. 15 Personen, größere Gruppen können ggf. auch geteilt werden.

Planspiel Streit (Dauer: 3 Stunden / Kosten: 50 € zzgl. Eintritt): Der Dichter Gleim wird als Genie der Freundschaft gefeiert. Sein „Freundschaftstempel“ gilt als Paradebeispiel der Freundschaftskultur der Aufklärung. Aber glauben Sie nur nicht, dass hier nicht auch gestritten wurde!
Streit gehört zur Freundschaft und er gehört zum Leben. Streit ist fester Bestandteil der Kommunikation – sowohl im privaten wie im gesellschaftlichen Bereich. Er ist unvermeidlich, da Menschen nun einmal unterschiedliche Interessen haben. Und manche sagen, er sei sogar wichtig, da er Chancen auf Annäherung birgt. Entscheidend ist dabei, dass er konstruktiv ausgetragen wird. Streitkompetenz ist demnach eine menschliche und eine demokratische Tugend, die das Zusammenleben erleichtert. Der Workshop beginnt mit der Vorstellung einiger Streithähne und -hennen in Gleims Freundschaftstempel und der Betrachtung ihrer Streitfälle. Dies dient zur Vorbereitung eines Konflikt-Planspiels. Ein kleiner Workshop ist für Schulklassen ab der Oberstufe und Kollegien möglich.

Planspiel Netzwerk (Dauer: 3 Stunden / Kosten: 50 € zzgl. Eintritt): Freundeskreis, Bekanntschaft, Seilschaft, Gemeinschaft, Gesellschaft, Netzwerk, Kooperation, Kollegium, Verwandtschaft, Connection ... in unseren verschiedenen Lebensbereichen agieren wir in vielfältigen Verbindungen. Im Gleimhaus weht der Geist der Freundschaft und der Kooperation. Freundschaft war ein wesentlicher Lebensinhalt Gleims. Die Betrachtung einzelner Netzwerke in Gleims Freundschaftstempel und deren Mission dient als Vorbereitung des Planspiels. Keinerlei Vorkenntnisse erforderlich. Mit Teambuilding-Effekt und Spaßfaktor. Ein kleiner Workshop ist für Schulklassen ab der Oberstufe und Kollegien möglich.

Von „Grasemücken“ und „dem Nachtigall“
Portrait-Installation “Gleim in den Spiegelsbergen”
Kultur trifft Natur - auf diesem Spaziergang werden Ihnen fünf bemerkenswerte Personen aus dem 18. Jahrhundert vorgestellt. Der Titel der kurzweiligen Führung bezieht sich übrigens auf launige Gedichte von zwei der Porträtierten.
Ein kleiner Imbiss, vom Gleimhaus vorbereitet, rundet die Veranstaltung ab.
Für max. 14 Erwachsene
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Kosten: 12 €/Person

Gleim hätte heute als Netzwerker bestimmt digitale Medien genutzt, um mit seinen Freunden immer und überall in Kontakt treten und ihnen nahe sein zu können.
Wer nicht versteht, wo er herkommt, kann nichts verändern. Wir wollen das Interesse an der Gegenwart wecken. Dazu zeigen wir ein Stück Vergangenheit. Weil beide zusammenhängen und unsere Zukunft bestimmen. Weil vieles in der Zeit der Aufklärung, um die es hier geht, anders war, aber auch manches gleich geblieben ist.
Hier gibt es mehr Informationen dazu: Infos
MuseumStars-Challenge über Dorothea Milde und ihr Schaffensjahr 1920.
Einfach die App aufs Handy oder Tablet laden, bei Museen alphabetisch nach Gleimhaus suchen, loslegen und das sonst unzugängliche Werk von Dorothea Milde kennenlernen.
Dorothea Milde (1887-1964) war eine Künstlerin, die in Quedlinburg lebte und ihren Nachlass dem Gleimhaus vermacht hat.
Viel Spaß beim "Sternesammeln"!
Virtuelle Zwischenwelten erleben, in denen sich die Zeit der Aufklärung mit unserer Gegenwart berührt und Spiel mit Information verbunden ist. Die Räume regen an zur Reflexion über die Themen Geschichte/Gegenwart/Zukunft; Freundschaft/Liebe/Beziehung; Informationsaustausch; Freizeit/Bildung/Lebenssinn. Der Prototyp wurde kreiert von einer Gruppe Halberstädter Jugendlicher und ist jederzeit individuell zugänglich.Infos
Das Projekt wurde ermöglicht durch eine Förderung der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V. aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.