Durch Johann Wilhelm Ludwig Gleim wurde Halberstadt zu einem Zentrum des Freundschaftskultes der Aufklärung im 18. Jahrhundert. Hannah Arendt wiederum knüpfte an den Gleim-Freund Lessing an und entwickelte in ihrer Rede »Von der Menschlichkeit in finsteren Zeiten« (1959) eine Auffassung von Freundschaft, die die politische und öffentliche Dimension dieses Begriffes betont und darin ein aufklärerisches Konzept sieht. Nach Arendt wollte Lessing keines Menschen Bruder sein, aber vieler Menschen Freund. Lessing brauchte Freunde, um sich mit ihnen auszutauschen, um mit ihnen zu streiten.
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