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Das Gleimhaus hat geöffnet

Seit dem Internationalen Museumstag, Sonntag, dem 17. Mai, hat das Gleimhaus von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 16:00 Uhr seine Türen für Besucher geöffnet. Unter Einhaltung von Hygieneregeln, d. h. bis max. 3 Personen pro Etage gleichzeitig und mit Mund- und Nasenschutz, können die Museumsräume und Gleims Freundschaftstempel betrachtet werden. Der Kinderraum bleibt leider noch geschlossen. Gruppenangebote im Ausstellungsbereich sowie im Seminarraum (Führungen, museumspädagogische Veranstaltungen) können für eine Gruppe bis max. 10 Personen stattfinden. Veranstaltungen im Foyer des Gleimhauses sind für bis zu 25 Personen möglich.

Zusätzlich einschränkend finden derzeit Baumaßnahmen im Gleimhaus statt. Dies führt zu einer Veränderung und teilweisen Reduzierung der Ausstellung. Aus diesem Grund erheben wir ab dem 29. Juli nur einen reduzierten Eintritt (5,-€/3,-). Die Präsentation zu den „Gesundheitswünschen aus dem Gleim-Kreis“ kann nur noch eingeschränkt gezeigt werden.

Aktuelles

Call for Papers
Anna Louisa Karsch: Werke – Netzwerke – Öffentlichkeiten
Gleimhaus Halberstadt, 22.–24. April 2021

Anna Louisa Karsch ist eine der schillerndsten Schriftstellerpersönlichkeiten der deutschen Aufklärung und Empfindsamkeit. Sie gilt als erste ‚freie‘ Autorin im deutschsprachigen Bereich und zugleich als virtuose Gelegenheitsdichterin. Das Schreiben zu einer Gelegenheit aufgreifend, soll der 300. Geburtstag Anna Louisa Karschs im Jahr 2022 zum Anlass genommen werden, um im Rahmen einer Tagung im Jahr zuvor aktuelle Forschungen zu Karsch zu versammeln und zu diskutieren. In Vorbereitung auf das Jubiläum findet die Tagung vom 22. bis 24. April 2021 in Kooperation des Gleimhauses, vertreten durch Ute Pott, mit Nacim Ghanbari und Annika Hildebrandt (Universität Siegen) in Halberstadt statt.

 

GLEIMHAUS

Museum der deutschen Aufklärung

Das Gleimhaus ist eines der ältesten deutschen Literaturmuseen, eingerichtet im Jahr 1862 im ehemaligen Wohnhaus des Dichters und Sammlers Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) am Halberstädter Dom. Es beherbergt den Nachlass Gleims mit seinen drei "B": Bilder, Bücher und Briefe.

Gleim, ein Genie der Freundschaft, war mit vielen der bedeutendsten Schriftsteller seiner Zeit befreundet und versammelte sie in Bildnissen an seinen Wänden. So trug er die größte Porträtgalerie großer Geister des 18. Jahrhunderts zusammen, seinen sogenannten „Freundschaftstempel“. Lessing, Klopstock, Herder, Jean Paul, Anna Louisa Karsch, Elisa von der Recke und viele andere blicken den Besucher an. Die Atmosphäre dieser Räume ist einzigartig. Daneben baute Gleim eine umfangreiche Bibliothek und eine bedeutende Handschriftensammlung auf. In diesem Zusammenspiel von Bildern, Büchern und Briefen ist Gleims Nachlass ein einmaliges kulturgeschichtliches Dokument des Zeitalters der Aufklärung mit seiner Freundschaftskultur. Schon Goethe war von den Sammlungen begeistert.

Das Gleimhaus wird im Blaubuch der Bundesregierung neben neunzehn weiteren Institutionen in den Neuen Bundesländern als "Kultureller Gedächtnisort mit besonderer nationaler Bedeutung" geführt.