A  A+  A++                

Das Gleimhaus hat wieder geöffnet

Seit dem Internationalen Museumstag, Sonntag, dem 17. Mai, hat das Gleimhaus von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 16:00 Uhr seine Türen für Besucher geöffnet.

Unter Einhaltung von Hygieneregeln, d. h. bis max. 3 Personen gleichzeitig und mit Mund- und Nasenschutz, können wieder die Museumsräume, Gleims Freundschaftstempel und auch eine kleine Sonderausstellung zu Gesundheits- und Wohlergehenswünschen aus Briefen des Gleim-Kreises betrachtet werden. Der Kinderraum bleibt leider noch geschlossen.

Das Gleimhaus präsentiert drei Videogramme auf seiner Homepage unter www.gleimhaus.de sowie auf youtube auf dem Kanal „Jowilu Gleim“. Hier erfahren Sie Interessantes über den berühmten Tränenbrief der Dichterin Anna Louisa Karsch, den Halberstädter Kupferstecher Buchhorn oder auch über die Beziehung zwischen Goethe und Gleim.

 

GLEIMHAUS

Museum der deutschen Aufklärung

Das Gleimhaus ist eines der ältesten deutschen Literaturmuseen, eingerichtet im Jahr 1862 im ehemaligen Wohnhaus des Dichters und Sammlers Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) am Halberstädter Dom. Es beherbergt den Nachlass Gleims mit seinen drei "B": Bilder, Bücher und Briefe.

Gleim, ein Genie der Freundschaft, war mit vielen der bedeutendsten Schriftsteller seiner Zeit befreundet und versammelte sie in Bildnissen an seinen Wänden. So trug er die größte Porträtgalerie großer Geister des 18. Jahrhunderts zusammen, seinen sogenannten „Freundschaftstempel“. Lessing, Klopstock, Herder, Jean Paul, Anna Louisa Karsch, Elisa von der Recke und viele andere blicken den Besucher an. Die Atmosphäre dieser Räume ist einzigartig. Daneben baute Gleim eine umfangreiche Bibliothek und eine bedeutende Handschriftensammlung auf. In diesem Zusammenspiel von Bildern, Büchern und Briefen ist Gleims Nachlass ein einmaliges kulturgeschichtliches Dokument des Zeitalters der Aufklärung mit seiner Freundschaftskultur. Schon Goethe war von den Sammlungen begeistert.

Das Gleimhaus wird im Blaubuch der Bundesregierung neben neunzehn weiteren Institutionen in den Neuen Bundesländern als "Kultureller Gedächtnisort mit besonderer nationaler Bedeutung" geführt.