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Sonderausstellungen

Wunderbare Geschichten des Freiherrn von Münchhausen. Text - Bild - Kuriositäten

Vom 22.12.2020 bis zum 05.04.2021
Eintritt: 7€, erm. 5€

Wer kennt sie nicht, die phantasievollen Geschichten des Mannes, der oft als ‚Lügenbaron‘ bezeichnet wird. Der Geburtstag der historischen Persönlichkeit Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen (1720 - 1797) hat sich unlängst zum 300. Mal gejährt. Aus diesem Münchhausen ist eine literarische Figur geworden. Gleims Zeitgenossen, Rudolf Erich Raspe und Gottfried August Bürger, haben die Münchhausen-Geschichten berühmt gemacht und den Startschuss dafür gesetzt, dass der Tausendsassa Münchhausen in der ganzen Welt bekannt wurde.  Das Gleimhaus zeigt die Ausstellung „Wunderbare Geschichten des Freiherrn von Münchhausen. Text – Bild – Kuriositäten“ in Kooperation mit der Münchhausen-Bibliothek Zürich. Die Ausstellung widmet sich Münchhausen auf vielfältige Weise. Zwar stehen im Mittelpunkt die literarischen Geschichten und ihre Illustrationen, doch wird die Gesamtheit der Phänomene, die mit „Münchhausen“ zu tun haben, ausblickweise vorgestellt. Zur Ausstellung wird ein umfangreiches museumspädagogisches Programm angeboten, bei dem der Ritt auf der Kanonenkugel nicht fehlen darf.

"... ein rühmlich bekannter Kupferstecher". Ludwig Buchhorn (1770-1856) - Halberstadt, Dessau, Berlin

Vom 18.04.2021 bis zum 18.07.2021
Eintritt: 7€, erm. 5€

Der Kupferstecher und Zeichner Ludwig Buchhorn wurde vor 250 Jahren in Halberstadt geboren. Das Gleimhaus in Halberstadt widmet ihm vom 18. April bis zum 18. Juli 2021 eine breit angelegte Sonderausstellung, in der erstmals Hauptwerke aus allen Bereichen seines Schaffens präsentiert werden.
Buchhorn zählt zu den bedeutendsten Künstlern, die im 18./19. Jahrhundert aus dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt kamen bzw. hier tätig waren.
Die Ausstellung stellt Buchhorn als feinfühligen Porträtisten mit Sinn für die Eigentümlichkeiten seiner Porträtgestalten, als flotten Zeichner und als Druckgrafiker von bemerkenswerter Vielseitigkeit und Virtuosität vor. Breiten Raum nimmt auch das Lebensthema des Künstlers, die Darstellung von Bettlerkindern ein. Sein Werk spiegelt eine ereignisreiche Zeit tiefgreifender Umbrüche. Über 100 Zeichnungen, Grafiken und ein Gemälde Buchhorns werden in der Sonderausstellung versammelt sein, davon 30 Leihgaben von Museen und privaten Sammlungen in Berlin, Dessau, Magdeburg, Nürnberg und Köln. So steuert die Berliner Gemäldegalerie ein Freundschaftsporträt von der Hand Adolph Schöners bei, der auch Gleim porträtierte und viel für dessen Freundschaftstempel malte; es zeigt Buchhorn in jungen Jahren und ist wohl in Halberstadt entstanden. Die Anna-Amalia-Bibliothek-Weimar stellt ein Stammbuch zur Verfügung, das Ausstellungskuratorin Dr. Iris Berndt als Stammbuch Buchhorns identifizieren konnte.
Auf die Vermittlung des Dichters, Domsekretärs und Netzwerkers Johann Wilhelm Ludwig Gleim bezog Buchhorn ein Stipendium des Halberstädter Domstifts, das ihm das Studium an der Berliner Kunstakademie ermöglichte. Nach seiner Ausbildung
und Jahren an dem anspruchsvollen Dessauer Kunstverlag „Calcographische Gesellschaft“ gelang ihm eine glänzende Karriere an der Berliner Kunstakademie. Zunächst wurde er Professor, später übernahm er die Leitung der Kupferstecherschule innerhalb der Akademie und führte sie zur Blüte. Seiner Vaterstadt hielt er zeitlebens die Treue, porträtierte Halberstädter und vermachte dem Magistrat eine umfangreiche Stiftung zur Unterstützung von angehenden Künstlern.
In Halberstadt wurde nach ihm zwar eine Straße benannt, er ist aber weitgehend unbekannt geblieben. Die Präsentation lädt zur Entdeckung des Künstlers ein. Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiges Begleitbuch mit Werkverzeichnis, herausgegeben von Iris Berndt. Weitere Präsentationen und Vorträge dazu sind in Berlin und Halberstadt geplant.
Die Ausstellung wurde gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und wird gezeigt in Kooperation mit dem Stadtmuseum Berlin.

Diese Sonderausstellung wurde auf 2021 verschoben.

 

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